he Frauenhilfe e.V. Evangelische Frauenhilfe e.V.
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Geschichte
 
GeschichteAm 14. März 1914, acht Jahre nach dem Provinzialverband “Westfälische Frauenhülfe e.V.”, gründete sich der Hagener Bezirksverband. Als erstes schlossen sich Vorhalle, Herdecke und Wetter der neuen kirchlichen Frauengruppierung an.

Neben der caritativen Tätigkeit wurde eine Gemeinschaft angestrebt, in der die Lebenskräfte des Evangeliums Glaubensvertiefung boten zur Bewährung in Familie und Gemeinde.

In den schweren Jahren des 1. Weltkrieges bestand die Frauenhilfe in Hagen ihre Feuerprobe. 1917 wurden 1600 Kinder aufs Land nach Hessen geschickt, 1919 wählte der engere Vorstand Frau Ravenschlag und Pfarrer Langrehr als Vorsitzende.

Erstaunlich, wie groß das politische Engagement der Frauen damals war. Eine Veranstaltung in der Friedrichslust in Hagen-Eppenhausen hatte 1700 Besucherinnen. Gemeinsam wurde eine Eingabe an den Reichstag gemacht. Die Frauenhilfe bekannte sich öffentlich gegen Abtreibung und setzte sich für den Schutz des keimenden Lebens ein. Ebenso befürwortete sie das Frauenwahlrecht!
 
Während der Ruhrbesetzung herrschten Armut und Arbeitslosigkeit. Um Hilfe bei Todesfällen zu geben, wurden Sterbekassen eingerichtet.

Das zehnjährige Bestehen des Hagener Kreisverbandes feierten in der alten Stadthalle 2000 Frauen.

1925 begann die Müttererholungsarbeit. In Wengern entstand durch den Landesverband das Mädchenheim, dem wir uns immer noch sehr verbunden fühlen.

1931 rückte die Jungmütterarbeit ins Blickfeld. Junge Frauen trafen sich regelmäßig für einwöchige Bildungsmaßnahmen im Paulus-Gemeindehaus.

Eine Kranken- und Säuglingsstation mit Soester Schwestern wurde eingerichtet. 1933 mußte die letzte dieser drei Schwestern entlassen werden.

1933 begann die weltanschauliche Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus: Der (Bundes-)Verband wird in „Reichsfrauenhilfe“ umbenannt und das Führerprinzip eingeführt. 1934 wird die Reichsfrauenhilfe an die „Arbeitsgemeinschaft der missionarischen und diakonischen Werke und Verbände der Deutschen Evangelischen Kirche“ angeschlossen. Per Abstimmung entschied sich die Frauenhilfe in Westfalen 1935 für die Bekennende Kirche.

Die Protokolle der 50er und 60er Jahre sind eine Fundgrube abenteuerlicher Entdeckungen. Zweierlei fällt dabei auf: Aufgaben, Sorgen und Ziele haben sich grundsätzlich wenig verändert, aber das Laienelement im Leitungsteam hat sich verstärkt. Vergleicht man die Jahresberichte von damals mit den heutigen, kann man die Veränderung der Stellung der Frau in Kirche und Gesellschaft ablesen.
 
Im Dezember 1954 wurde eine Patenschaft zu den Züssower-Diakonie-Anstalten ins Leben gerufen. Die einzige Anstalt dieser Art, die nach 1945 in der ehemaligen DDR gegründet wurde (Träger war die örtliche evangelische Kirchengemeinde), betreute etwa 300 alte, kranke sowie körperlich und geistig behinderte Menschen in der offenen Einrichtung.

1958 schieden die Pfarrer Langrehr und Kratzenstein aus der Bezirksverbandsleitung. Für drei Jahre übernahm Pfarrer Demski die Leitung, bis ein neuer Abschnitt der Frauenhilfsarbeit in Hagen mit den Pfarrfrauen Marieagnes Wolff und Grete Kruse begann.

Schon damals standen die Leiterinnen- und die Bezirksfrauen-Schulung im Mittelpunkt. So besuchte der Bezirksverband 1958 die von Pastor Louis gegründete Jugendbildungsstätte in Berchum und machte sich mit damaliger evangelischer Jugendarbeit vertraut.

Die Treffen für „alleinstehende Berufstätige" wurden eingerichtet. Zehn Jahre später wandte sich diese Arbeit bezeichnenderweise an „berufstätige verheiratete Frauen"! Aus Themen wie „Aufgabe der Frau in der Familie" wurden „Anfragen an Strafvollzug und § 218", „Grenzen des Wachstums", „Sterben in unserer Gesellschaft", „Gefängnisseelsorge" oder ökumenische Themen.

Schon 1957 trat die Hagener Frauenhilfe der Arbeitsgemeinschaft Hagener Frauenverbände bei. Gewiß stand die danach erfolgte Beitragserhöhung von -,90 DM auf 1,20 DM im Jahr in keinem Zusam­menhang.

1951 ging die Missions-Patenschwester Margarete Kissing nach Nias. Fünf Jahre später wanderte eine große Wolldecken-Spende der Hagener Frauenhilfe ins indonesische Sondi-Raja zu den Schwestern Ursula Wörmann und Elisabeth Steinhard. Die Anfänge der Partnerschaft mit der Simalungunkirche, die heute der Kirchenkreis mitträgt, wurden damals gelegt.

Ein Höhepunkt in den 60er Jahren war die 50-Jahr-Feier des Bezirksverbands am 20. Juli 1964, als sich 2000 Frauen bei glühender Hitze in einem Festzelt auf dem Höing versammelten. Mit 160 Zeilen nahm die Lokalpresse damals von diesem Ereignis Notiz! Daran ist abzulesen, wie sich der Stellenwert von Kirche bis heute gewandelt hat!

Zu den Jubiläumsgästen zählten Frau Gericke und Frau von Chappuis, die die Frauenhilfe in Deutschland und in Westfalen vertraten. Beide bezeichneten die Frauenhilfe als eine „Gemeinschaft des Glaubens und des Dienstes".

 
 
 
 
 
 
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